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HARTE WIDERSTÄNDE, WEICHE LÖSUNGEN - WIE DIALOGE DIE ENERGIEWENDE VORANBRINGEN

Aktualisiert: 22. Sept. 2023

Online-Vortrag vom 21. September 2023:

Hier die Präsentation zum Download:

Harte Widerstände - weiche Lösungen
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Widerstand richtet sich gegen eine Herrschafts-ordnung oder gegen eine ausgeübte Macht, der gegenüber Gehorsam verweigert wird.


Widerstand ist soziales Handeln, das gegen eine als illegitim wahrgenommene Herrschaftsordnung oder Machtausübung gerichtet ist.


Widerstand kann gewaltsam oder gewaltlos, Widerstand kann offen oder verdeckt sein.


Widerstand kann individuell oder kollektiv sein.


Das Ziel von Widerstand ist immer, die gute, von den Herrschenden oder Machtausübenden pervertierte Ordnung wiederherzustellen. Damit liegt dem Widerstand eine konservative Absicht zugrunde.


Widerstand ist grundsätzlich systemimmanent.


Offene Widerstände sind gegen das Vorhaben selbst gerichtet. Es wird die Alternativen-Diskussion geführt. Es geht um ein konkretes Anliegen.


Verdeckte Widerstände bringen viele Argumente vor, da der eigentliche Grund als egoistisch oder unzureichend empfunden wird.


Negativ-Narrative entstehen, wenn in Zweifel gezogen wird, dass es die Notwendigkeit für einen Ausbau der Windenergie gibt.


Verteilkonflikte entstehen, wenn das Gefühl vorherrscht, dass man etwas aushalten müsste, was andere nicht aushalten müssten (z. B. Stadt-Land).


Soziale Konflikte entstehen bei Akteurs-übergreifenden Konfliktlagen (z. B. grün gegen grün), wenn also eine Person mehrere Perspektiven einnehmen muss.


Um Widerstände richtig zu entschärfen ist es von entscheidender Bedeutung, die Ursache zu kennen. Dafür ist eine vorausgehende Analyse – am besten durch eine neutrale dritte Partei – unerlässlich.


Nicht alle Ursachen können durch den Projektierer bearbeitet werden. Hier ist es wichtig, keine falschen Versprechungen zu machen.


Nach einer Analyse sollte man mit den richtigen kommunikativen Formaten antworten. Informationen sind nicht dazu geeignet, Emotionen zu bearbeiten. Das Erreichen einer sachlichen Ebene ist aber zwingend notwendig, um erfolgreich zu sein. Formate können sein:


Bürgerinformationsveranstaltung (digital/analog),

Informationsmarktplatz,

Sprechstunde usw.


Emotionen sollten zugelassen werden. Energie-wende ist auch ein emotionales Thema. Man ist aber nicht der Kummerkasten.


Zuerst sollten die Akteure recherchiert werden. Wer geht auf wen mit welcher Botschaft zu? Wer sollte noch eingebunden werden?


Eine Übersicht über die örtlichen Medien und deren Berichterstattung der letzten sechs Monate sollte Teil der Analyse sein. Wenn möglich sollten auch soziale Medien analysiert werden.


In Einzelgesprächen kann eruiert werden, wie einzelne Akteure zur Energiewende generell und zum Vorhaben speziell stehen. Informations-disbalancen lassen sich so erkennen.


Aufbauend auf 1.-3. wird eine Kommunikations-strategie entwickelt, die dann gezielte Maßnahmen vorschlägt


Die Maßnahmen werden umgesetzt. Die Akzeptanz steigt.


Beachten, dass im Nachgang auch noch Punkte aufkommen können. Zuhören hört nie auf.


Um Widerstände gut entschärfen zu können ist eine bestimmte Haltung erforderlich: „Zuhören, statt Antworten.“


Viele Widerstände, die artikuliert werden, kommen aus einem Ohnmachtsverständnis („Meine Heimat wird verändert, ohne dass ich etwas dagegen machen kann.“), das sich zunehmend verschärfen kann.


Seinem Ärger „Luft machen“ können ist eine gute Strategie, um erste Widerstände zu bearbeiten.


Bleiben Widerstände unbearbeitet, verstärken sich diese zumeist und können zu einer sich selbst verstärkenden Spirale werden.


Eine neutrale dritte Partei, die sich nicht dem Projekt-(Miss)-Erfolg verpflichtet ist, kann eine (sehr) hohe lösende Wirkung entfalten.


Um Widerstände gut entschärfen zu können ist eine bestimmte Haltung erforderlich: „Zuhören, statt Antworten.“


Viele Widerstände, die artikuliert werden, kommen aus einem Ohnmachtsverständnis („Meine Heimat wird verändert, ohne dass ich etwas dagegen machen kann.“), das sich zunehmend verschärfen kann.


Seinem Ärger „Luft machen“ können ist eine gute Strategie, um erste Widerstände zu bearbeiten.


Bleiben Widerstände unbearbeitet, verstärken sich diese zumeist und können zu einer sich selbst verstärkenden Spirale werden.


Eine neutrale dritte Partei, die sich nicht dem Projekt-(Miss)-Erfolg verpflichtet ist, kann eine (sehr) hohe lösende Wirkung entfalten.


Die Aktivierung der schweigenden Mehrheit gilt als entscheidender Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Beteiligung.


Die Mehrheit schweigt, weil sie einschätzt, dass das Meinungsklima ein anderes ist.

Die klassischen Formate (Präsentation, Podium oder Infomärkte) sind bisher nur bedingt geeignet, diese Gruppe anzusprechen. Digitale Formen eröffnen hier Gestaltungsmöglichkeiten.


Die Stimmungslage im Gesamtraum kann eruiert werden.

Alle Teilnehmenden können gleichzeitig ange-sprochen werden.

Es entsteht die Möglichkeit der Filterfunktion über die Moderation.

Seitendiskurse können verlagert werden, man bleibt konzentriert beim Projekt.


Digitale Formate erlauben eine bewusste(re) Steuerung des Meinungsklimas.


Auch, wenn sich Debatten und Widerstände von Fall zu Fall sehr ähneln, gibt es doch nicht den einen Königsweg, der zum Ziel führt. Daher braucht es nach einer sorgfältigen Analyse eine adaptive Vorgehensweise.


Eine offene, wertschätzende Kommunikation und das konstruktive Reagieren auf das Gesagte (Stichwort: Zuhören) gibt dabei den Rahmen vor.


Seitendiskurse sollten dorthin verlagert werden, wo sie Platz haben (z. B. in Pausen). Der Fokus bleibt immer beim Projekt.


Energiewende ist allerdings auch mehr als die Realisierung von Projekten. Sie ist auch eine gesellschaftliche Transformation. Das sollte in der Kommunikation immer eine Rolle spielen, ohne dabei die Wichtigkeit oder Allgemeinplätze zu erklären.


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